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Betagtenheim Zollikofen |
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| Beteiligte(r) Künstler |
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Mercurius Weisenstein |
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| Titel |
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O.T. (simulierte Natur - natürliche Simulation) |
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| Material und Masse |
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Malerei auf Putz, 22 x 1.4 m; Gartengestaltung mit
Buchshecke, ca. 14 x 14 m |
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| Standort |
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Betagtenheim Zollikofen, Wahlackerstrasse |
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| Besitzerin |
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Gemeinde Zollikofen |
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| Auftraggeberin |
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Baukommission Betagtenheim |
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| Anlass |
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Umbau / Erweiterung |
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| Produktionsjahr |
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1997 |
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| Auswahlverfahren |
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Eingeladener Wettbewerb |
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| Vorgaben |
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Einbezug der bestehenden Plastik von Ernst Jordi |
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| BESCHRIEB
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1. Ausgangslage
Die architektonische Formensprache des Gebäudeäusseren ist geprägt von rationalen und funktionalistischen Überlegungen und manifestiert sich in seriellen, nüchternen Gestaltungselementen.
Der städtebauliche und landschaftliche Kontext ist nicht im Sinne einer Einfügung berücksichtigt, sondern das Gebäude steht solitär und monolithisch an der Hangkante und wirkt als weithin sichtbares Signal. Die Plastik Ernst Jordis kontrastiert farblich und formal zur Architektur, bildet gewissermassen einen Kontrapunkt.
2. Polarität als Gestaltungsprinzip
Das Prinzip des Seriellen, Monolithischen und Signalhaften des Gebäudes trifft auf das Kleingliedrige, Heterogene der unmittelbaren Umgebung.
Das führt direkt zur Folgerung, die Polarität als Gestaltungsprinzip aufzunehmen und für die Kunst am Bau umzusetzen.
3. Konzept
Charakteristisch in einem Konzept der Polarität sind das jeweils Andere, das Gegenüberliegende, das Ergänzende, das Widersprechende. Mein Konzept baut auf Polaritäten, welche in einen wechselseitigen Dialog treten:
Bestehendes Neues
Strukturiertes / Geordnetes Chaotisches
Nüchternes Emotionales
Gestisches Statisches
Monolithisches Fraktales.
4. Umsetzung
Strassenseitig auf der langen Brüstung über dem Eingangsbereich setzt eine flächenfüllende, aus kleinteiligen, freien und organischen Formen gebildete Malerei einen formalen und inhaltlichen Gegenpol zu der Strenge der Architektur. Gleichzeitig setzt sie Signale, welche auf die darunterliegenden Eingänge ins Betagtenheim verweisen. Die freien Formen dieser Malerei, durch iterative Prozesse auf dem Fotokopierer generiert, erinnern an Strukturen, die wir aus der Natur kennen, etwa Wasserspiegelungen, mikroskopische Schnitte, Baumrinde oder Flecken auf Tierfellen. Die technische Entstehung dieser Malerei könnte man als «simulierte Natur» bezeichnen.
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Fassadenmalerei
strassenseitig
Länge: 22 m
Höhe: 1.4 m |
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Auf der gegenüberliegenden Hausseite bildet ein Gartenlabyrinth, bestehend aus einer Buchshecke, einen formalen Kontrast sowohl zur Wandmalerei als auch zu der im Labyrinth stehenden Eisenplastik. Das Labyrinth gibt der Plastik einen klaren Ort und die Plastik dem Labyrinth ein Zentrum.
Das Labyrinth, als eine Art Paradiesgärtchen, ist im Mittelalter als Metapher des irdischen Lebens verstanden worden, der Garten als Lebensraum, worin der Mensch sich innerhalb bestimmter Grenzen resp. Spielregeln frei entfalten kann. Diese Grenzen sind dargestellt durch den Gartenzaun oder die Umfassungsmauer, im Fall des Labyrinths durch die Buchshecke.
Das Schneiden der Buchses in eine bestimmte Form, also das ordnende Eingreifen in den Wachstumsprozess der Pflanzen, könnte man in verbaler Umkehrung als eine Art «natürliche Simulation» von Ordnungsprinzipien bezeichnen.
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Labyrinth im
Garten des
Betagtenheims
Buchshecke,
rötlich eingfärbte
Zementplatten
ca. 14 x 14 m
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